Psychomotorik

Psychomotorik steht unter dem Motto "Spielend lernen"

- und ist eine handlungsorientierte Bewegungstherapie:

  • Ausprobieren
  • Aktiv sein
  • Freude haben
  • Mut entwickeln
  • Stärke erleben
  • Vertrauen in sich selbst fassen

ohne Leistungserwartung - ohne Leistungsnorm!

 

Psychomotorik

Der Begriff Psychomotorik weist auf die enge Verbindung von Psyche (griech.: Seele, Leben) und Motorik (lat.: movere = bewegen) hin. Seelische und körperliche Entwicklung stehen in enger Beziehung zueinander. Bewegung wird hier als Ausdruck der Gesamtpersönlichkeit verstanden. Sehr deutlich ist dieser Zusammenhang bei Kindern zu sehen, wenn sie z.B. "vor Freude hüpfen" oder "vor Angst zittern“.

Psychomotorik betont, dass menschliche Bewegung wesentlich mehr ist als Fort-Bewegung. Während wir uns bewegen, nehmen wir mehr oder weniger bewusst unsere Umwelt (Dinge und Personen) wahr, reagieren auf diese in einer bestimmten Art und Weise und wirken immer auch auf diese ein. Zudem sind unsere Bewegungen und unsere Körperhaltung vielfach - bewusst und unbewusst - auch Ausdruck unseres Innenlebens.

Es geht der Psychomotorik einerseits darum, vom Bewegungsverhalten des einzelnen Kindes auf seine psychische Befindlichkeit zu schließen und darin seine individuellen Bedürfnisse, Probleme und Nöte zu erkennen. Andererseits wird über glückhafte Bewegungs- und Gemeinschaftserlebnisse, über kleine und kleinste Erfolge im motorischen Leistungsbereich in positiver Weise Einfluss genommen auf die Befindlichkeit.
In der Gruppe schaffen wir Erlebnisfelder, die den Kindern wesentliche sensomotorische Erfahrungen vermitteln.

 

Inhalte / Ziele:

  1. Psychomotorik

    Intensive Schulung aller Wahrnehmungsbereiche (Körpererfahrung, Raum- und Materialerfahrung,) durch das Lernen mit allen Sinnen.
  2. Spielerische Übungen zu Gleichgewichtskontrolle, Verbesserung von Koordination, Geschicklichkeit (Grob- und Feinmotorik) und Kraft.
  3. Beeinflussung der Folgeerscheinungen motorischer Störungen wie Lern- und Verhaltensstörungen, Konzentrationsstörungen. Probleme in der Graphomotorik (Schreibfähigkeit, Stifthaltung).
  4. Ruhe und Entspannung; vor allem für besonders unruhige Kinder.
  5. Durch variationsreiche Spiele und erlebnisbetonte Bewegungssituationen werden Körper- und Umweltwahrnehmung und Orientierung sowie auch die Sozialwahrnehmung verbessert.
  6. Dabei nutzt die psychomotorische Förderung die individuelle Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit mit ihren emotional-affektiven, sozialen, kognitiven, motorischen und anderen Anteilen.
  7. Es wird eine optimale Kommunikations- und Handlungsfähigkeit erreicht.